Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Paraguay ist Teil des Konzepts für die entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit den Ländern Lateinamerikas und der Karibik, deren Schwerpunkte in folgenden Bereichen liegen:
- Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Teilhabe der Armen stärken
- Umwelt und Klimaschutz
- Ausbau der länderübergreifenden Entwicklungszusammenarbeit
In der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit lassen sich zwei große Bereiche unterscheiden. Zum einen gibt es die Technische Zusammenarbeit, durch die im Wesentlichen technisches, wirtschaftliches und organisatorisches Fachwissen durch verschiedene Projekte vermittelt werden. Zur Zeit sind jeweils drei entsandte Experten der GTZ und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Paraguay tätig.
Neben den Aktivitäten dieser Institutionen gibt es noch kleinere Maßnahmen der technischen Zusammenarbeit, die ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten. So gibt es verschiedene Initiativen von Nichtregierungsorganisationen, Kirchen und privaten Trägern, wie zum Beispiel den Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. (DGRV) und den Senior Experten Service, der qualifzierte Fachkräfte aus Deutschland an paraguayische Unternehmen und Institutionen vermittelt. Die Botschaft unterstützt landesweit zahlreiche Kleinstprojekte, vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Wasserversorgung.
Zum anderen gibt es die Finanzielle Zusammenarbeit, mit der paraguayische Investitionen in die soziale und wirtschaftliche Infrastruktur des Landes unterstütz werden. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beispielsweise führt Programme zur Unterstützung von Kleinbauern und kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) durch.
Die Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit sind heute ein Programm für "Gute Regierungsführung auf dezentraler Ebene und Armutsminderung", ein Vorhaben für "Nachhaltiges Naturressourcenmanagement", ein Projekt zur "Urbanen Planung unter Berücksichtigung von Umweltaspekten (insbesondere Standortbestimmung von Deponien)" und Maßnahmen zu "Nachhaltiger Nutzung und Schutz des Grundwassers."
Darüber hinaus beteiligt sich Deutschland umfangreich an internationalen Entwicklungsprogrammen - mit über 20% bei der EU und 10% bei den Vereinten Nationen.